<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001126"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:owip" /><qhod:subProject xml:lang="de">Die Großbotschaften Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallersteins und Elçi İbrahim Paşas (1699–1701)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallerstein an Kaiser Leopold I., Belgrad, 26. November 1700</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Wolfgang IV zu Oettingen-Wallerstein to emperor Leopold I, Belgrade, November 26, 1700</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr" /><qhod:creator>Wolfgang IV. Oettingen-Wallerstein</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1700-11-26</qhod:date><qhod:type xml:lang="de">Brief</qhod:type><qhod:type xml:lang="en">letter</qhod:type></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001126#p.1"><gams:text>Nach deme kestern vormittag in hiesiger gegendt angelanget, undt bey nahe eine halbe stundt vor der statt campiert, diesen morgen aber, aldieweillen selber orth allzu beschwehrt geweßen, undter anderem mangel an wasser gehabt, auch dem windt undt ohngewitter allzu vill exponiret wahr, zumahlen ich auch durch- gehendt versichert wordten, daß schon seith des wehrendten mondt kein mensch mehr undt eine gutte zeith vorhero gahr wenig leuth gestorben, mein campament alhero (wo ich anjezo stehe) an die seit, oberhalb der statt transferiret. Ist der euer kay. May. mehr als mir bekandte Cornaro zu mir kommen, hatt mir (aller- massen er es auch bey meiner vorig mahliger hiesig vorbeyreiß gethan) in hohesten vertrauen angezeiget, wie sein größtes anligen undt verlangen in der statt seye, sich wider in die christenheit, undt in euer kay. May diensten zu begeben, undt darinnen zu sterben (mit contestation, daß er wahrhafftig noch ein wahrer Christ seye, den glauben niemahlen geendert, gestallten er solches mit allen geistlichen, welche zu Belgrad durch reißen, bezeugen könne undt wolle. Massen sie jeder zeith bey ihme einlogiren undt meß lesen, wie er dan schon effters die gelegenheit gesucht, sich von denen Türken zu absentiren, selbe sich aber niemahlen recht ergeben wollen, sondern jeder zeith eine verhinderung entzwischen kommen, zumahlen aber ihme, die versicherung euer ksl. May. gnadt und pardon ermanglet). Anjezo hab aber sich alle tag undt stundt ohnvermerkt, undt sicher von hier begeben könne, in deme er die freyheit habe, so offt er wolle, biß gegen Carlowitz zu setzen. Mich dem noch sehr betrag undt angelegen, sich ersuchet, ihme von euer kay. May dero gnade undt pardon zu erlangen, undt demselben nur mit euer May. seiths ein sicherheit zu erhalten, undt außzubitten, zumahlen aber ihme selbe noch vor meiner abreiß von Carlowitz selbe zukommen zu laßen, damit er solcher genugsam versichert seyn könne. Nuhn, allergnädigster herr, weiß ich nicht, was es eigendtlich mit disen man für eine beschaffenheit habe, noch in wehme sein verbrechen bestehe, des- wegen er ein pardon verlangen, oder dessen nötig habe. Ob mich zwahr wohl erinnern, gehört zu haben, als ob euer kay. May. andernmahl, oder seiner verlangt, oder aber mit ihme brechen lassen, daß er sich zu dero selben kehren begeben solle. Stehet alßo zu euer kay. May. allergnädigsten belieben, ob sie nur diesfahls etwas, undt was, auch wie ich mich mit dem- selben zu verhalten, ob undt wie er dero hohen kay. gnadt undt pardon zu versichern? Ob sie es immediate, durch dero kay. handt zeilen an ihme, oder an mich, oder durch den kay. hoff kriegs rath, oder wo sonsten auß thuen, oder wehme sie dis umb anderweith in gnaden committiren wollen. Weillen ich dies solches, als in seiner handlung nicht infor- miert, auch nichts vorschlagen kan. So vill er nur erzehlet, solle er von denen Tartaren gefangen undt denen Türken uberlassen worden, undt durch dieses ohnglück in der Türken diensten getretten, undt euer kay. May. aber in dero ohngnade gefallen sein, also auch deswegen ville feindt an euer kay. May. hoff zu verwehren seines ohnglück bekommen haben. Er werdte also in undterthenigkeith ob undt was euer kay. May. mir in meiner ahnwesenheit zu Carlowitz allergnädigst befehlen wollen, weillen ich noch die gelegenheit habe, von dahr darüber mit ihme zu correspondiren. Mir scheinet er ein arger undt verschlagener mann zu seyn, ohnwissendt, ob er guttes, oder böses intendiere, ob ihme ernst, oder es allen ein simuliertes werk, noch zu was endt dises seyn solle. Will also alles guttes von ihme glauben, in der hoffnung, er werde sich nicht undterstehen, etwas in euer kay. May. undterthenigst zu vill gnaden zu begehren, so ihme nicht von herzen gahr. Bitte also allerundterthenigst, mir nicht in ohngnaden zu verwarten daß ich mich undterstehe, all dises hiermit allerundterthenigst zu berichten, undt zu hindter- bringen, sondern vill mehr in dero kay. hulden undt gnaden allergnädigst zu erhalten. Zu deme mich undtertenigst gehorsambst empfhele im campement ober Belgrad an der Sav,</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17001126" /></qhod:Text></rdf:RDF>