<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:owip" /><qhod:subProject xml:lang="de">Die Großbotschaften Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallersteins und Elçi İbrahim Paşas (1699–1701)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallerstein an Kaiser Leopold I., Pera, 17. Juni 1700 a</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Wolfgang IV zu Oettingen-Wallerstein to emperor Leopold I, Pera, June 17, 1700 a</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr" /><qhod:creator>Wolfgang IV. Oettingen-Wallerstein</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1700-06-17</qhod:date><qhod:type xml:lang="de">Brief</qhod:type><qhod:type xml:lang="en">letter</qhod:type></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2#p.1"><gams:text>Khan euer kay. May. hiermit in aller underthänigkheit ohn- berichtet nicht lassen, daß ich Erchtag, den 8. dieses in eine wi- derwerthigkheit mit hiesigen frantzösischen gesandten eingerunnen, nachdeme selbiger vormittag, drey von der guarnison zu Peter- waradein außgerissene Franzosen mit euer kay. May. mundirung sich in einem meiner quartieren eingefundten, undt getrunckhen, denen ich nach befragung, wohehr sie khommen? ob sie abschiedt haben? undt warumben davon gangen? undt auff ihr andtwortt, daß sie von ersagten Peterwaradein khommen, ihre abschiedt aber nicht bey sich, sondern in deß französischen ge- sandten hauß hetten, anzeigen lassen, in ersagten quartier zu bleiben, biß mir sie ihre abschiedt gezeiget haben werdten. Baldt darauff schickhte der frantzösische pottschaffter seinen dollmätsch zu mir, sich zu erkhundtigen, warumben selbe in verhafft nehmen lassen? (undt zwahr mit falschen vorgeben, daß sie mit ge- waldt auff der gassen auffgefangen, undt in das hauß gezo- gen wordten) ob ich wisse, daß sie Franzosen, undt seines königs underthanen seyen? Deme ich die ursach, wie erst ange- führet, angezeiget, mit vermelden, daß ich nicht zu wissen habe, von was nation sie seyen, sondern mir genug (wie sie immittelst selbst bekhant) daß selbe zu Peterwaradein auß- gerissen, derowegen sie so lang angehalten, biß mir sie ein anderes durch ihre bey ihme pottschaffter zu haben vorgegebene ab- schiedt zeigen, womit ihn abgewisen, nach welchen er noch zwey- undt zwahr einmahl vor dem essen allein, das andere aber nach der taffel (mit einen anderen deß pottschaffter leuthen) weil- len ich aber schon in meiner nachmittag ruhe wahre, gegen abendt widerkhommen, da ich eben in procinctu gewesen zu den Mauro Cordato wegen der gefangenen sclaven, undt deß pa- triarchen von Alleppo anligenheit (welches wahrhafftig in gahr gefährlichen standt, undt in fast kheiner hoffnung stehet, alßo periculum in mora gewesen) mich zu begeben, welches lezte mahl sie vill dicentes gemachet (negst außtruckhlicher bekhennung, daß sie außgerissene leuthe, die kheinen ab- schiedt haben) undt widerhohlet, daß sie frantzösische underthanen, undt ich alßo kheinen gewaldt, oder recht auff selbe habe, an- bey deren restitution, undt loslassung begehret, dargegen ich, wie anfänglich repliciret, undt exaggeriret, daß die leu- the so vermessen gewesen, undt mit euer kay. May. mundirung derselben zum höchsten despect, gleichsamb bravan- do in meine quartier sich begeben, worauff die geschickhte under anderen gemeldet, daß, wan selbe darinnen pecciret, undt was ohnrechtes gethan, der gesandte sich zur satisfaction, undt administration der justiz offerire, worauff ich, daß dieß- fallß von ihme kheine justiz zu begehren habe, noch ver- hoffen khönne, jedoch wan er mich versicheren wolle, daß er selbe wider zu ihrem regiment, undt in die guarnison zuruckh schickhen werdte, ich ihme selbe zu solchen endte endtlichen außzuliefern, khein bedenckhen haben wurdte (welches er pottschaffter, oder dessen geschickhter auch verkehrter, undt ohnwahr verwendten, nemblichen, ich hette gesagt, ich wolle sie den anderen tag fruhe nacher Waradein schickhen, welches ich aber nicht geredet, wiewohlen nicht ohne, daß, wan ich es thuen khönnen, es geschehen mögen, undt nicht ohnrecht gewesen währe, allein, weillen es ohnmöglich ohne der türckhen beyhülff undt umb so vill weniger, so geschwindt den anderen tag fruhe zu zu bewerckhstelligen, so währ es von mir eine so große ohnbe- sonnenheit gewesen, solches vergebens zu sagen, oder damit zu braviren, alß es von ihnen eine große undt vermessene malie ist, meine wortt alßo umbzukehren, undt damit an- jezo die begangene ohnverandtworttliche violenz zu bescheinen, alß wan sie selbe nehmen müessen, solche gählinge absendtung derselben dardurch zu verhindern) sie blieben aber auff ihren begehren, undt wollten wissen, ob ich ihnen die außlieferung oder die loslassung thuen wollte, oder nicht? Ich andtworttete aber nicht auff ihre frage, sondern bliebe dabey, mit vermelden, daß sie wohl verwahret. Darauff sie sich mit ohnwillen wider nacher hauß, undt ich erstermeltermassen mich zu dem Mauro Cor- dato begeben, mich weithers nichts besorgendt, alß daß ich dem hahseki agha, der bey mir auff der wacht, ersuchet, das hauß, worinnen die außgerissenen gewesen, wohl zu verwahren, daß selbes in meiner abwesenheit nicht geöffnet, undt selbe daraus genohmen werdten. Nachdeme ich nuhn gutte anderthalb stundt bey mehr ersagten Mauro Cordato gewesen, deme mittler weill auch von diesem casu parte gegeben, undt auch er sich sonderlich sel- ben abendt kheines gewaldt versehen, doch sich offeriret, folgenden tag der Porten davon nachricht zu geben, daß selbe vorsehung thue, damit kheine weithläuffigkheit, oder gewaldt erfolge, mich auch, mich davon zu enthalten, ersuchet, undt daß man auff mittel gedenckhe, diese differenz beyzulegen, ich alßo mich wider nacher hauß begeben, undt in das schiff steigen wollen, khommet ohnver- muthet graff Breüner dahin, mit bericht, daß die Franzosen meine leuthe aller orthen auff fangen, undt einsperren, auff sie schießen, undt hauen, undt daß deren schon vill (so aber mehr nicht, alß 3 persohn gewesen, nemblichen einen meiner paggi, den courrier Admiraldi, undt einen trabanten, welcher von dem wasser nacher hauß gangen) in das frantzösische hauß gezogen, wordten, undt daß er selbst mit großer mühe, undt gefahr, einige gahr (welche doch nicht geneßen) verwundet, durch deß Marco Antonio behaußung, undt einige gärtten entwichen, welches der Mauro Cordato hörendt, darüber sehr al- teriret wordten, undt mich gebetten, (weillen er gleich nach dem vesier reithen wolle , wie auch geschehen , es anzuzeigen) biß zu seiner zuruckhkhunfft in seinem hauß zu verbleiben, auß sorg, wan ich nacher hauß reithe, meine leuthe sich zusammen rotten, undt wie ohnfehlbahr geschehen währe, ein großes bluth- badt darauß entstehen mögen. Ehe er nuhn wider zuruckhkhom- men, welches erst umb 11 uhr in der nacht geschehen, hatt der vesier oder dessen chihaja 3 agha zu dem französischen pottschaffter geschickhet, undt ihme solche insolenz, undt exorbitanz (wie er Mauro Cordato referiret, cuius fides sit penes authorem) verweißen, undt wahrnen, auch anzeigen lassen, daß wan er seine leuthe nicht in zaumb, undt zuruckhhalten werdte, fünff oda janitscharn (welche gleich zusammen geruffen wor- den) in parato stehen, in sein quartier zu marchiren, undt derselben sich bemächtigen sollen, nach dessen zuruckhkhunfft bin ich gleich über den canal wider nacher hauß, habe aber an seithen der Frantzosen alles still, undt ruhig, anbey gefundten, daß sie mehr nicht (wiewohl mit großer insolenz) gesuchet, alß so vill leuthe von mir zu bekhommen, alß ich von ihnen auffhalten lassen. Sich im übrigen vill mehr besorgendt, ich möchte ihn, oder die seinige bey meiner anheimbkhunfft mit meinen leuthen (welches anfänglich mit alten erlösten sclaven weibern geschehen khönnen) überfallen, undt auß dem hauß herauß zihen. Gestallten er dann nicht allein von den den frantzösischen galeren daselbstige bewaffnete soldaten undt schiffleuthe, allerhandt gewehr von flinten, pistohlen, pulver, undt handtgranaten in sein hauß bringen, sondern in gantz Pera alle frantzösischen khauffleuthe, undt andere under seiner protection stehende, sich zu armiren, auffbiethen, seine gassen verschantzen, auch alle fenster laden seiner quartier und kauffleuth verschlagen, undt mit brettern verwahren lassen, auß welchen erfolget, daß dieser ihrer weiber, sich, undt ihre kleynodien, undt beste sachen in deß holländtischen pottschaffter, undt andere häußer salvi- ren, undt bringen lassen, die sich solcher gestallten, so- vill mir wissendt, biß annoch alßo verschanzet undt ver- machet halten. Wie sich dann auch zugetragen, daß, alß ich mich den zweyten tag darauff gegen abendt zu dem engli- schen pottschaffter (al solito sambt meinem stallmeister zu pferdt, undt etlicher persohnen zu fues) begeben, ein solcher all'arme in sein pottschaffters hauß entstandten, daß alleß zum gewehr, undt die weiber, welche sich anfangs nach mitter- nacht wider nacher hauß begeben, davon auß ihren in anderen häu- ser geloffen, undt ihnen nicht anderst eingebildet, alß wan ich sie mit meinen leuthen zu stürmen, undt zu blündern vorhette, welches alles, undt was noch mehr hievon zu schreiben währe, wohl lächerlich gewesen. In der hauptsach endtlichen ist es dahin khommen, daß der andere tag nach deß Franzosen vermessenen widerrechtlich, undt unverandtworttlich undernohmenen reprehsalien der vesier mir durch einen agha seine interposition offeriret, undt vermelden lassen, ein gleiches durch ein andern agha illo instanti bey dem Franzosen gethan zu haben, undt ver- langet, die desertores ihme zuzuschickhen, dergleichen der Fran- zos mit meinen leuthen auch thuen, er sie beyderseiths ver- nehmen, so dann mir die meinige frey remittiren, undt nach befindtung der umbständte auch mit den andern alßo verfahren solle, daß ich davon ehr undt reputation haben, undt weder euer kay. May. noch mir in particulari einiger nachtheill, oder praejudiz nicht geschehen, sondern ich ein ruhm erlangen, undt jeder- mann darauß meine bishehrige gutte conduite, undt vernünfftig fridtlibende prudence abnehmen werdte, darauff ich zwahr wegen der offerirten interposition mich bedanckhet, aber daß meine leuthe nacher Constantinopel, wie die außgerissenen soldaten geschi- khet, undt alßo diesen criminiellen gleich gehalten werdten sollen, mich entschuldtiget, weillen selbe innocentes, zu kheinem endt examiniret, undt von ihnen was anderes erfahren werden khön- nen, alß was der pottschaffter selbsten erkhennet, undt die gantze statt weiß, daß sie von nichts, was zwischen mir undt dem pottschaffter vorbey gangen, wissen, undt es mit ihnen eine weith andere beschaffenheit habe, alß wan beyde theille under sich einen streitt gehabt, undt von jeden erkhundtiget werden muesse, welcher under denselben recht habe, oder mehr, alß der andere schuldtig, allein hatt geschinen, daß die guette leuthe nicht wissen oder ver- stehen, wie dieser casus beschaffen. Derowegen dann sich auch der englische gesandte offeriret, die sach beyzulegen, undt zu ver- gleichen (mit reservation dessen, was euer kay. May. we- gen deß ihro vornemblich, durch den meinen leuthen angetha- nen gewaldt undt violenz, auch anderen bißhehro vorgenohme- nen impertinenzien, zugefügten schimpff undt widerfahrnen affront, an den frantzosischen hoff für ein resentiment vorzu- nehmen sich obligiret, undt befuget zu seyn, erachten werden). Darfür der Franzos sich aber bedanckhet, undt entschuldiget, mit verwendtung, daß er die sach allschon dem gros vesier über- geben, welches auch ich erstberührter massen. Undt darauff er vesier mir gemelte proposition gethan. Deme ohngehindert hatt selber gleichwohl gester den gefolgten Sambstag alß den 12. dieses sich gegen den holländtischen pottschaffter erklähret (ohnwissendt, ob ihme die zeith, oder der ohnkhosten, seine defension weither zu erhalten, undt seine wachten zu besezen, zu lang undt khostbahr gefallen) zu friden zu seyn, sich auch ohne der Türckhen, mit mir dahin zu vergleichen, daß wir beyde unsere leuthe zugleich ihme Hol- länder, der negst bey ihme wohnet, in sein hauß schickhen, undt er Holländer sie alßdann auch alßo wider nacher hauß lassen solle. Worüber ich nicht allein den englischen pottschaffter zu rath ge- fraget, ob solches mit reputation, undt ohne praejudiz eingehen möge, sonderlich mich bey dem Mauro Cordato auch erkhundtigen lassen, ob der vesier es nicht übel nehmen, wan selber vorbey gegangen solle werdten, worauff der leztere, daß es der vesier gehrn sehen werdte, der erstere aber, der sich doch biß anhehro zu sonderbahrer meiner obligation, in allen vor mich bezeiget, mir es blos anheimb gestellet, undt, wie scheinet, sich nicht brennen wollen, alßo bin ich bey solchen umbständten (undt nach deme immittelst der Mauro Cordato mir vorhero sagen lassen, daß ich die bey mir gehabte Franzosen zwey stundt nach mittag durch meine ja- nitscharen verwahrter zu dem vesier führen lassen solle, mit versprechen, meine bey den Franzosen gestandtene durch einen agha zu begehren, undt honorifice ohne wacht oder guardie, zugleich gantz frey abhohlen lassen wolle, ich aber biß abendt zwischen 7 undt acht uhr gewarttet, undt acht geben lassen, ob, undt wan ein agha zu dem Franzosen khommen werdte, umb zu glei- cher zeith die desertores einen anderen weeg dahin schickhen zu khön- nen. Weillen Derselben danh kheiner erschinen, ich alßo die bey mir gehabte auch nicht dahin schickhen khönnen, so habe mich derentwegen bey dem Mauro Cordato mit vorstellung dessen entschuldtigen undt anfragen lassen, was dessen ursach seye, undt weillen er solchem verlass widersprochen, undt geandworthet, daß mir die post nicht recht außgerichtet worden, sondern die meinung da- hin gegangen, daß ich ersagte desertores von selbsten auff obige weiß, et quidem proprio motu dahin schickhen solle, nach deren an- khunfft man erst, den agha nach meinen leuthen senden wollen, daß diese wenigst 2 stundt späther dahin gekhommen währen, undt ich alßo so wenig, was sie mit ihnen gethan, alß ob selbe frey dahin geführet, oder zuruckh gelassen haben wurdten, vorher versichert gewesen, nachdeme sie jeztberührter massen schon das erste anerbiethen nicht gehalten, undt meine condition dardurch weith schlechter, alß des Frantzosen selbst eigene gethane offerta geworden währe) gemüssiget worden, deß holländtischen gesandten anerbiethen einzugehen, undt damit diese differenz mit obigen von dem milord Paget gethanen reservaten beyzu- legen, zumahlen mir doch nicht möglich seyn werdte, die gefangene Franzosen, ohne der Türckhen beystandt, welcher nicht zu hoffen, auß dem landt zu bringen, undt dannoch nicht wohl ein meh- rers erhalten, sondern nur von denen Türckhen vergebens undt mit allerhandt lähren vertröstungen wurde umbgeführet werdten dörffen, zumahlen ich auch das werckh mit gewaldt auß- zuführen nicht wohl, ohne mich auff gleiche weiß, wie der Franzos zu prostituieren, undt zu discreditiren, undernehmen können. Massen auch selben Sambstag abendt, nach 9 gegen 10 uhr in der stille alleß, der mit dem holländtischen gesandten gethanen abrede nach exequiret wordten. Womit dann auch ein großer zulauff undt undt mehrere prostitution ein oder deß anderen verhindert wordten, wel- che durch die offentliche hin undt widerschickhung der leuthe ohnfehl- bar erfolget währe.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2#p.2"><gams:text>Worbey ich dieses zu berichten, undt in underthänigkheit zu hinder- bringen auch nicht zu underlassen solle, damit euer kay. May. von allen vollkhommene, undt verlässliche nachricht haben, fallß sie dieses incindenz, undt hiesigen französischen gesandten impertinenz wegen der vor euer kay. May. gesuchten prae- cedenz über kurtz oder lang zu resentiren, nöthig befindten möchten, daß der frantzösische gesandte gegen den englischen undt holländtischen hoch andtet, undt worauff er sich über obiges fälschlich fundiret, daß er die reprehsalia vorzunehmen gemüssiget wordten, weillen ich ihme nemblich, auff sein dreymahliges zu mir schickhen, nicht einmahl jemandten entgegen geschickhet. Damit es aber die folgende beschaffenheit hatt, daß ich primo kheine ursach ge- habt, jemandten zu ihme zu sendten, weillen ich an ihme nichts zu forderen, oder zu begehren, noch mich bey ihme in etwas zu ent- schuldtigen gehabt, solches auch bey seinem ohnruhigen, undt hitzigen humor ihme nur mir gelegenheit gegeben hette, den dahin schickhen- den seiner brutalität nach gahr auffzuhalten.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2#p.3"><gams:text>Secundo weillen ich ihme anerbiethen lassen, daß, wan er mich ver- sicheren wolle, die desertores wider in ihr guarnison nacher Peter- waradein, undt alßo zu ihren regiment zu schickhen, ich ihme selbe übergeben wolle, damit er andtwortt genug gehabt, undt mir wissen lassen sollen, ob er es thuen wolle, oder nicht? Darwider er nicht einwenden khan, daß seine zu mir geschickhte es nicht ein- gangen. Weillen es nicht bey ihnen gestandten, mir in einer sa- chen auff ein erbiethen eine andtwortt, oder abschlagung nach ihren belieben zu geben, worauff sie nicht specialiter instrui- ret gewesen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2#p.4"><gams:text>Die leztere, undt fürnehmbste ursach ist, daß, wan ich ihme auch etwas positive andtwortten wollen, solche andtwortt noch nicht matur wahre, indeme ich willens gewesen, wie auch geschehen, mich anfänglich bey dem Mauro Cordato zu erkhundtigen, wie die Porten mein verfahren auffnehmen, undt ob ich werdte erhalten, die leuthe nacher Peterwaradein sicher schickhen, undt demnach mit dem milord Paget abreden zu khönnen, was befindenden umbständten nach in sachen zu thuen, zumahlen er meine er- ste apprehension approbiret, undt mir sagen lassen, auch selbsten nachgehendts gesaget, daß ich wohl gethan, undt auch er es gethan hette, wan selber in meiner stelle gewesen, dessen allen ohnerwarttet, er frantzösischer pottschaffter vio- lenter gegen meine leuthe verfahren, undt umb so vill weni- ger eine andtwortt von mir zu erlangen meritiret, welches alles der wahrheit gemäs, undt sich darauff euer kay. May. allergnädigst fueseen khönnen, es möge der Franzos selber arth nach vorwenden, oder vorgeben, was er wolle. Mich anbey zu kay huldten undt gnaden empfehle.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.17000617.2" /></qhod:Text></rdf:RDF>