Allerdurchleuchtigst großmäch-
tigst undt unüberwindtlichster rö-
mischer kayßer×, auch zu Hungarn×
undt Boheimb× könig.
Allergnädigster herr herr!
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Weillen euer kay. May.× ich seith meines
leztern von dem 17. dieses nichts anderst aller-
underthänigst zu berichten weiß, alß daß gestern in der
nacht der nacher Belgrad× von mir geschickhte secreta-
rius der orientalischen sprachen× von dahr wider zuruckh-
khommen, undt mir communiciret, was herr graff
Guido von Stahrnberg× mit denen türckhen in puncto
des ceremonial bey der außwechslung beeder groß-
pottschafftern concertiret, undt daß er mich versichert,
daß in Belgrad× von der krankhheit nichts mehr ver-
nohmen, forderist aber, daß die türckhische pottschafft
übermorgen ohnfehlbahr alldahr einlangen werdte,
undt nöthig befundten wordten, daß ich mich umb selbe
zeith auch zu Peterwarden× einfindte, so schliesse euer
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kay. May.× hiermit copiam solches concepts (ob zwahr
nicht zweiffle, daß ersagter herr general× euer kay.
May.× das original zugeschickhet haben werdte) hiebey,
undt berichte zugleich allerunderthänigst, daß ich mich gleich
nach abgeferttigten diesen courrier auch von hier dahin
erheben werdte, der Hoffnung, daß gegen khünfftigen
Sonn- oder Monntag die permutation geschehen solle.
Wegen deß übrigen ceremonialis, wie nemblichen der
einzug zu Wienn×, undt Constantinopel× geschehen solle,
ist bey selber conferenz nichts gehandlet, vermuthlich,
weillen nicht guett befundten wordten, daß ich vor an-
khunfft der türckhen zu Belgrad×, mich zu Peterwar-
dein× einfindten solle, undt ich alßo abwesendt gewesen,
ich werde aber bey meiner dahinkhunfft nicht ermang-
len,
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mit zuziehung sein graffens×, undt deß general de
Nehm× auch die gebühr zu beobachten, undt euer
kay. May.× allergnädigsten befelch in allen al-
lerunderthänigst nachkhommen. Dero mich zu kay. hulden
undt gnaden allerunderthänigst gehorsambst empfehle.
Euer kay. May.×
allerunderthanigst ge-
horsambster
Wolff g. z. Ötting× m. p.
Valkovar×, den 24.
Novembris 1699 .