<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.16991117"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:owip" /><qhod:subProject xml:lang="de">Die Großbotschaften Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallersteins und Elçi İbrahim Paşas (1699–1701)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallerstein an Kaiser Leopold I., Vukovar, 17. November 1699</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Wolfgang IV zu Oettingen-Wallerstein to emperor Leopold I, Vukovar, November 17, 1699</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr" /><qhod:creator>Wolfgang IV. Oettingen-Wallerstein</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1699-11-17</qhod:date><qhod:type xml:lang="de">Brief</qhod:type><qhod:type xml:lang="en">letter</qhod:type></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.16991117#p.1"><gams:text>Von euer kay. May. habe ich durch drey nach undt nach mir zugeschikhte courriers vier allergnädigste befehlschreiben, mit dero kay. handt unterzeichnet, und eines von dero löbl. hoff kriegß rath außgefert- tigter, de datis siben und zwainzigst- und dreyssigsten Octobris, dann de viert-, fünft- undt zehenten Novembris, mit allerunterthänigsten respect, sambt ihren bey- schlüssen erhalten, hauptsächlich betreff des graffen Mar- sigli obhabende gränitz scheidungs commihsion, dann die außwechßlung deren beyden kay. kay. pottschafften, und leztlichen die einrichtung deß ceremonial so wohl bey solcher außwechßlung, alß bey khünfftigen einzug an beyde höffen und sonsten. So vill nuhn daß erste belanget, da weiß ich dermahlen in sachen nichts vor zunehmen, sondern halte ohnfürgreifflich darfür, nöttig zu seyn, so lang mit euer kay. May. allergnädigsten verordtnung innen zu halten, biß sich ergebe, undt von euer kay. May. noch weither berichtet werde, wie sich solche gränitz scheidung, auff der gewesten türkhischen gesandten so wohl, alß der beyden mediatoren, anerbottene vertröstung anlasse. Nach welchen alß dann nach deren umbstandt dero allergnädigster befehl allerunterthänigst vollzogen werden khan, undt solle. So vill die andere beyde puncta belanget, da habe ich von dem graff Guido von Stahrnberg, undt general de Nehem davon der erste gestern, und der leztere vorgestern bey mir allhier gewesen, vernohmen, waß euer kay. May. ihnen derentwegen ahn- undt welchergestalten sie mir davon communication thuen sollen, allergnädigst befohlen, da ist es nuhn an deme, daß man dato noch kheine nach- richt hat, wo, ob, und wan die türkhische pottschafft zu Belgrad ankhommen, oder ob sie selbe statt nicht gahr fürbey gehen möchten, umb ausser derselben zu campiren, damit sie kheine krankhheit mit dahin bringen, oder doch daß jenige, was davon darinnen gewesen, nicht wider ernärren, oder vermehren, bey welcher beschaffenheit und vor deren dahinkhunfft schwärlich etwas verlässliches wegen solches ceremonial wirdt abgeredet, concertiret oder verglichen werdten, nichts desto weniger seyndt sie beyde generales gesinnet, und entschlossen, bey ihrer zusammenkhunft zu Peterwaradein, welche vermuthlich diesen vormittag geschehen seyn wirdt, einen aigenen officier nacher Belgrad zu schikhen, dem seraskier oder bahsa daselbsten sein des graffens ankhunft zu notificiren, und eine conferenz bey Slankement über ein- undt anders zu veranlassen. Und dieses umb so vill desto mehr willen, wie euer kay. May. auß der beylag allergnädigst Die Beilage ist nicht erhalten. zu ersehen belieben, er seraskier einen aigenen capigi bahsa, der auch allschon undterweegß, zu mir allhero schikhen wollen, sich in ein- und anderen zu befragen, den- selben damit zuruckh zu halten, daß er nicht in das landt khomme, seine anfragen auch alldan zu vergleichen, mithin selbe zu beantwortten. Von all welchem erfolg undt so baldt mir die gesandtschafft (welche, wie vorgegeben wirdt, darumben so lang außbleiben solle, weillen sie einen weithen weeg, die inficiert geweste orth umbzuraysen, genohmen hetten) dahin khommen, undt man miteinander zusamben getretten seyn wirdt, euer kay. May. eine außführliche relation erstattet werden solle. Biß dahin ich der mit meiner größten beschwährnuß allbereith vier wochen, wegen der grossen windt und nebel in schwäh- ren unkosten auff dem wasser lige, nicht nur allein meine mithabende nach Constantinopel mitzunehmen gemachte, daselbsten nicht zu bekhommen seyende provision, sondern auch mein paares geldt verzehre, anbey aber die schöne zeith verabsaumbe, entgegen in den harten winther einfalle, welches, waß es mir für ein grosser schaden, und ohngemach verursache, euer kay. May. selbsten allergnädigst erachten khönnen. Zumahlen, da wann ich zu Wienn eher währe abgeferttiget, und nicht so lang auffgehalten worden, ich anietzo, wo nicht schon mit größter gelegenheit, bestem wetter, und schönster zeith zu Constan- tinopel seyn, wenigst nuhn mehr zwey monath in der Türkhen verpflegung stehen, und alßo solches großen un- khosten, ohngemeldet dessen, welchen ich zu Wien derent- wegen auch machen müssen, überhoben worden seyn wurdte. Wie nuhn solche nicht zu änderen gewest, und langsamb von statten gegangene rayß, und hiesiges still ligen nicht allein mir, sondern auch euer kay. May. selbsten grossen unkhosten verursachet, in deme die schiffleuthe, derselben wegen, mit dem ihnen zu Ofen gemachten lohn nicht zu friden seyn wollen, wahr- haftig auch darmit nicht außkhommen khönnen, und ohne eine ihnen zulegende addition gahr davon gehen wollen (wie einige würkhlich gethan) absonderlich bey hiesigen still ligen noch darüber das gebrauchige wartegeldt ver- langet, so habe ich zu verhüetung dessen, und zu einzie- hung solcher spesen vor einigen tagen hundert acht und sechtzig derselben licentyret. Sie, wie auch die übrige, so bey mir verbleiben, in etwaß contention, und ihnen daß gebrauchige warttgeldt, wie mir herr general Nehem berichtet (daß einem cormanno täglich vier und zwain- zig, und einen andern sibenzehen kreutzer gegeben werden) versprochen, selbst auch von deme bey mir seyenden cahsier bezahlen lassen, der allerunterthänigsten hoffnung daran nicht unrecht gethan zu haben, undt dises alles allein zu einziehung großer spesen, ob ich schon nicht weiß, wie ich khünftig in der eylle, wan gähling eine frost einfallen, und daß eyß gängig werdten solle, die schiff werde forthbringen, undt wohin mich retiriren khönnen. Welches alles meiner allerunterthänigsten schuldigkeit zu seyn erachtet, euer kay. May. durch disen aigenen aller- gehorsambst zu berichten, mich zu dero kay. hulden und gnaden allerunterthänigst gehorsambst empfehlendt.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.16991117" /></qhod:Text></rdf:RDF>