<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:owip" /><qhod:subProject xml:lang="de">Die Großbotschaften Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallersteins und Elçi İbrahim Paşas (1699–1701)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallerstein an Kaiser Leopold I., Ofen, 27. Oktober 1699</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Wolfgang IV zu Oettingen-Wallerstein to emperor Leopold I, Ofen, October 27, 1699</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr" /><qhod:creator>Wolfgang IV. Oettingen-Wallerstein</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date /><qhod:type xml:lang="de">Brief</qhod:type><qhod:type xml:lang="en">letter</qhod:type></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027#p.1"><gams:text>Demnach gestern abendt zwischen 7 undt 8 uhr überbringer dieses, den 17. Septembris von Wienn aus euer kay. May. allergnädigsten befelch von graffen Schlickh, undt mir an die türckhische Pfortten expedirte courrier, bey dem dorff Ma- rosch gegen Vizegrad über bey mir angelanget. Undt von den beyden zu Carlowitz gewesten plenipotentiariis, auch denen zweyen daselbst befindtlichen mediatoribus, die andtwortt auff unsere an dieselbe ins gesambt, nicht weniger alß meine abge- lassene particular schreiben zuruckh gebracht, so habe nicht ermanglen sollen, euer kay. May. hiermit davon copias alßobaldt allerunderthänigst beyzuschließen, darüber in ein undt andere dero allergnädigsten kay. befelch erwarttendt. Ich hette nicht underlassen, auch copias von deme, so die gränitz scheidung betrifft, graffen Marsigli zu seiner direction zu communiciren. Weillen ich aber nicht gewußt, wo er sich auffhalte, undt welchen weeg ihme meine schreiben anderst, undt näher, alß über Peterwaradein zubringen solle, aber berichtet worden, daß ein courrier von hier eher auff Wienn, als dahin, undt ein anderer eher von dahr, alß über gesagtes Peterwaradein denselben erreichen, mithin auch ein ohngewiß anwendendes post ohnkhosten erspahret werdten khönnen, so habe es underlassen, nicht zweifflendt, euer kay. May. die allergnädigste vor- sorg verfügen werdten, damit ihme graffen die berührte nach- richt davon zu seiner direction zu khommen möge.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027#p.2"><gams:text>Euer kay. May. werdten under anderem allergnädigst ersehen, was der Mauro Cordato in particulari wegen seiner praetension an Sibenbürgen undt Debreczin auff das jenige andtworttet, so an denselben ich aus Wienn abgelassen, undt bey euer kay. May. kriegs cantzley befindtlich. Von Debreczin habe zwahr die hoffnung vor meiner abreys erhalten, daß selbe guette leu- the das noch ruckhständtige capital abzutragen nicht ohngeneiget, zu dem, undt zwahr sehr großen interehse, aber haben sie sich nicht verstehen wollen, sondern selbe gahr beweglich depreciert, undt ihre ohnmöglichkheit dargegen vorgestellet. Aus Siben- bürgen habe ich in 6 monath, undt so lang ich von Carlowitz wider nacher Wienn zuruckhkhommen, mehrere andtwortt oder nachricht nicht erhalten khönnen, alß daß man solches gesuch, bey jüngst ge- haltenen landttag vorbringen wolle. Daß ich also weither nicht weiß, was ich bey meiner ankhunft zu Constantinopel ihme wei- thers sagen, oder inmittelst andtwortten solle. Will alßo auch in underthänigkheit erwartten, was euer kay. May. auff sein dermahliges ansuchen allergnädigst erkhennen, oder mir allergnädigst be- fehlen werdten.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027#p.3"><gams:text>Anbelangendt deß türckhischen gubernator zu Belgrad schreiben, darauß erscheinet, der Porten gleich anfänglich allzu vill ein- geraumbet worden zu seyn, daß von dahr zu wissen begehret wordten, wehme dieselbe zu außwechslung der gesandtschafft ver- ordtnen werdte, undt daß besser gewesen seyn dörffte, wan man ex parte euer kay. May. ihme zugeschriben hette, von was conditionen sie eine persohn brauchen wollen, umb sich nicht nach derselben zu reguliren, sondern sie vill mehr nach euer kay. May. convenienz anzuweisen. So vill khommet gleichwohl auß seiner andtwortt, undt gahr klahr herauß, daß der gubernator die permutation zu thuen nicht gesinnet, indeme er meldet, aller- handt subiecta under seinem gewaldt zu einer abordtnung zu haben, wie er dann von einer zeith hehro weith höher promoviret wordten, alß er vorhehro gewesen, daß ich alßo noch einmahl ohnvorgreiff- lich darfür hielte, es würdte euer kay. May. am aller repu- tierlichsten seyn, wan sie ihres hohen orths alßogleich jemandt darzu benambseten, undt beorderten, undt es dahin notificiren ließen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027#p.4"><gams:text>Schließlichen erinneren sich euer kay. May. allergnädigst daß der reis effendi schon öffters sehr angelegentlich wegen eines ge- wissen gefangenen nachsuchung gethan, der sich under deß general Castel- li regiment zu Pruckh an der Leitha befindten solle. Derentwegen, ob zwahr von euer kay. May. löbl. hoff kriegs rath auch schon vor mehr als 2 monath an dasselbe geschriben wordten, doch gleichwohlen dato einige andtwortt, so vill mir wissendt, weniger einige nachricht erfolget. Weillen ich nuhn versichert bin, daß er bey meiner ankhunfft in Constantinopel wider darnach fragen, undt ich schlecht bestehen werdte, wan ihme nicht einmahl werdte sagen khönnen, was für eine andtwortt oder nachricht darauff eingelassen, alß understehe mich auch dißfalls aller- underthänigst zu bitten, allergnädigst zu befehlen, daß ich benachrichtet wer- den möge, was es mit selben gefangenen für eine beschaffenheit habe, ob er vorhandten oder nicht? Damit doch wenigst gezeiget werden khönne, daß man sich in dergleichen sachen, welche sie Türckhen so hoch recommendiren, bemühe, undt dieselbe sich in etwas angelegen seyn lassen. Mich anbey zu beharrlichen huldten undt gnaden aller- underthänigst gehorsambst empfehlendt.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027#ab.1"><gams:text>PS. Was dem vehsir zu Belgradt wegen des commihsarii hier auf dupliciren zu antwortten, weillen es an der zeith, bitte allerunderthenigst mit disen curier ohnverlangt allergnädigst zu berichten, zu mahlen ich in 8 tag zu Belgradt zu sein verhoffe.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:owip.l.hbg.161991027" /></qhod:Text></rdf:RDF>