Porträt Kaiser Leopolds I.

LIDO SOURCE

© SLUB Dresden

Objekttyp Druckgraphik
TechnikKupferstich
MaterialSchwarze Tinte, Papier
Heutiger Standort Sächsiche Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
InventarnummerHist.Turc.50
Künstler/WerkstattUnbekannt
VerlegerJohann Andreas Pfeffel (1674-1748)
HerstellungsortWien
Datierung1702
BeschreibungDieser Kupferstich zeigt eine Porträtbüste des Kaisers Leopold I., der nach der Vorlage eines Stichs von Philipp Kilian (1628-1693) und eines Gemäldes von Benjamin Block (1631-1689) angefertigt wurde.[...]
Maßeca. 255 x 163mm (Platte)
DokumentationN.N., Der Römische Kaiser, in: Johann Baptist Schönwetter, Gründ- und umständlicher Bericht […], Wien 1702, Kupferstich, Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Hist.Turc.50, unpag
DatenerfassungDandachi, Laila
Lizenz auf diesen DatensatzCreative Commons BY 4.0
ZitiervorschlagPorträt Kaiser Leopolds I., bearb. von Laila Dandachi, Datenmodellierung: Jakob Sonnberger, in: Die Großbotschaften Wolfgang IV. zu Oettingen-Wallersteins und Elçi İbrahim Paşas (1699–1701), hg. von Arno Strohmeyer und Stephan Kurz (Digitale Edition von Quellen zur habsburgisch-osmanischen Diplomatie 1500-1918, hg. von Arno Strohmeyer, Projekt 7), Wien 2025
Online unter: https://qhod.net/o:owip.img.hbg.4
Permalink/Handle:

Über das Werk

Von Laila Dandachi

Die Porträtbüste Kaiser Leopolds I. (r. 1658–1705) im Bericht Schönwetters basiert auf einem Originalstich des Augsburger Kupferstechers Philipp Kilian (1628–1693),[1] der wiederrum auf Grundlage eines Gemäldes von Benjamin Block (1631–1689) entstand. Das Gemälde im Kunsthistorischen Museum in Wien zeigt den Kaiser im Dreiviertelporträt. Er repräsentiert sich hier als Feldherr mit Harnisch und Kommandostab.[2] Philipp Kilian gibt den Gesichtsausdruck des Kaisers im Kupferstich genau wie auf dem Gemälde wieder: Physiognomische Details wie die längliche Kopfform mit üppiger Lockenpracht, die tiefsitzenden Augen, hohe Stirn sowie der breite Schnurrbart und die vollen Lippen verleihen den beiden Porträts eine individuelle Note. Eine weitere Porträtbüste des Kaisers im Feldherrnharnisch von Phillip Kilian findet sich auf einem Kupferstich im Westfälischen Landesmuseum in Münster. Hier wird die kaiserliche Porträtbüste in eine allegorische Darstellung mit universalistischen Konnotationen eingebettet.[3] Die Unterschiede zur Darstellung des Kaisers bei Block und Killian ergeben sich im Porträtstich des Berichts von Schönwetter durch den etwas idealisierten Gesichtsausdruck sowie durch die schematisierte Darstellung des Kragens und der Prunkkette, die so auch in dem nach dem Tod des Kaisers entstandenen Kupferstich von Johann Andreas Pfeffel auftreten. Vermutlich ist daher auch der Porträtstich des Kaisers im Bericht Schönwetters in der Werkstatt des Johann Andreas Pfeffel entstanden.[4]