<rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:owl="http://www.w3.org/2002/07/owl#" xmlns:skos="https://gams.uni-graz.at/skos/scheme/o:oth/#" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:gams="https://gams.uni-graz.at/o:gams-ontology#" xmlns:qhod="https://gams.uni-graz.at/o:qhod.ontology#"><qhod:Source rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2"><gams:isMemberOfCollection rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/context:graviz" /><qhod:subProject xml:lang="de">The Ottoman Grand Vizierate (1560s–1760s)</qhod:subProject><qhod:title xml:lang="de">Großwesir Sokollu Mehmed Pascha an Kaiser Rudolf II., Konstantinopel, 20. bis 29. Januar 1577</qhod:title><qhod:title xml:lang="en">Letter from Grand Vizier Sokollu Mehmed Pasha to Emperor Rudolf II, Constantinople, 20-29 January 1577</qhod:title><qhod:title xml:lang="tr">Vezir-i Azam Sokollu Mehmed Paşa’nın İmparator II. Rudolf’a mektubu, Kostantiniyye, 20-29 Ocak 1577</qhod:title><qhod:creator>Sokollu Mehmed Pasha</qhod:creator><qhod:language>de</qhod:language><qhod:date>1577-01-20 ~ 1577-01-29</qhod:date></qhod:Source><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#head.1"><gams:text>Translation des Mechmet Bassa briefs an ir ksl. Mt. etc.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#p.1"><gams:text>Nachdem eure ksl. Mt. unnsere vilfelltige, der gemainen zwischen uns wesenden guten freundtschafft und euer ksl. Mt. etc. wierdige und gezimende grueß vermellt und angebotten sein, wellen eure Mt. etc. hirmit freundtlichen wissen, alls jüngstlich euer Mt. etc. vatter weill unnd kaißer Maximilian, so hievor kyräl inn Wien gewest, und endtlich durch den willen Gottes mit Godt abgangen ist, hieher an die glückhselih und hohe Porten unnsers mächtigen kaisers, Gott erhallte ime sein sig, und mehr im sein macht, wellihe Porten mit alle glantz so fürtrefflich und glückselig ist, das alle diser zeit grosse herrn, wan sy komen und iro ehr anthunn, bey derselben alle erquickhung finden, der in zeit gedachtes khaiser Maximilians euer Mt. etc. vatters mit unsern glückhseligen khaiser wehrenden rainen und laudtern freundtschafft nach, sein gewonlich present unnd schreiben durch seinen getreuen hofdiener Wolfen Sinich, zu hand David Ungnadt, welliher an diser hohen Porten in dem ambt euer Mt. etc. potschafft residiert, geschickht, haben daneben auch euer Mt. etc. ire freundtliche Brief hirher gesendet, und weill die ernannt present hirher geordnet worden, haben euer Mt. etc. in berüerten iren schreiben vermeldt, das allermassen wie der gemeine fridt und guete rueh in zeit euer Mt. etc. vatters mit der hocheit unsers kaisers gewest, also soll er mit euer Mt. etc. gleichsfallß khrefftig und bestendig bleiben, auch von seiner hocheit thaill, wie sih gebürt, die endt oder zill der gränizen verwahrt, gezaumbt, die conditionen des frids und seiner articl geehrt, gehallten, und gar durhaus khein zertrennung oder widerwärtigkheit zuegelassen sein, und was allßo in ermelltes euer Mt. etc. vatters und euer Mt. etc. selbs schreibn begriffen und angezogen, dasselb alles ist vor dem glückhseligen und hohen tron unsers mächtigen kaisers fürgebracht und angezeigt, sollihes auch vonn seiner kaiserlichen hochait, wie auch diß, so euer Mt. etc. in iren schreiben sonnderbar vermelldt, das man nämblih obberüerter euer Mt. etc. potschafft David Unngnad in den ienigen, was ehr von euer Mt. etc. wegen fürbrüngen und sagen wierdt, volkhommen glauben geben sollen, alles woll angehört und verstanden worden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#p.2"><gams:text>Mit angedeüter geschiffte geschickhter verehrung nun ist gedachte potschafft in dem ksl. hohen divan erschinen, und nahdem sy ermellte verehrung, so euer Mt. etc. vatter geschickhtt, der alltten gewonheit nah gelifertt, hat sy, die potschafft, darnah für sih selbs ein schrifft übergeben, welliher innhallt, als er gesehen und verlesen, sein sein etliche wort also lautend, darynn geschriben, befunden worden, nämblich mein aller gnedigister kaiser und herr, wie er noch in leben gewest, hatt dise sein verehrung bey gedachtem vom adl seinen Hofdiener, vermug der ksl. capitulation, herein gefertigt, und so lang der gemeine fridt, freundtschafft und guete rueh zwischen uns khrefftig unnd bestänndig wehret, wierdt man sollihe verehrung järlich schikhen. Unnder dessen aber hat der Giafer Beg von Stuellweissenwurg der freundtschafft zuwider straiff unnd allerley muetwillen gethonn, und so die verehrung nit zu rechter zeit hieher khommen, ist khein andere ursach, alls das man an den gränizen wider die articl des frids so villfelltige schäden unnd frevel üebt. Es hab auch sein hochait nit zuelassen wellen, das die fürnemesten herrn des khöniggreichs Polln die abgeleibte ksl. Mt. etc. zu irem könig erwehlen sollen, dann weill dasselb königreich ain freyes reich sey, so soll der ienig, den das vollck darynnen, iren allten statuten und gewonhaiten nach, zu irem könig fürnemen und erwehllen, könig sein und bleiben, so sey berüertes reich niemandts annderen alls nur irem könig underworffen und unntherthan, derwegen es nicht recht oder billich ist, das sich sein hochait, ir Mt. etc., hierynnen eintrag unnd hinderung zuthuen unnderstanden hat, seidtmall yr einmall, ir Mt. etc., zum konig in Polln erwehlt waren. Es hat auch disfalls mit ir Mt. etc. vill ein annders ansehen oder meinung alls mit den iezigen könig, der nurr ain weida inn Sibenwürgen gewest, dan ob ir Mt. etc. schon in Polln gezogen wären, so hetten sy darumb nit die capitl unnd pacta des königreichs mit seiner hochait zertrennt unnd aufgehebt, het also sein hocheit in albey woll darmit zufriden sein sollen. Damit nun dasselb königreich nit gar in das eusserist verderben geriett, habens ir Mt. etc. auch weidter nicht achten oder vill darnach fragen wellen, der weida in Sibenbürgen hab auch wider den frid das schloß Husst eingenommen, des im dan zu seiner Zeitt nit allso vergeblich oder ungerochen hingehen solle. Item die granizer beghen fallen, dem frids pact zuwider, in ir Mt. etc. gebiedt ain, fahren die armen unnderthannen auf und füeren sy hinweckh, dörffer, so zuvor ainihenn trübut niemalls geben, die zwingen sy darzue. So auch künfftig die herrn deß königreichs Polln die yezig ksl. Mt. etc. oder ain anndern von irem geschlächt von neuem zu irem könig erwöllen würden, so soll sein hocheit dieselb wahl mit nihte hindern, wie auch den falschen auflagen unnd verhezungen des weida in Siwenbürgen kheinen glauben geben unnd die von allters her niemallß tributierten dörffer zum tribut nit bezwingen lassen. Do man auch schonn sagen wollte, sy wären in des Halyl Begs puch aingeschriben, so erkennen oder nemen doch ir Mt. etc. dasselb puech gar nit an. Die schlosser Buzin unnd Zasin, die man an der crabatischen granizen eingenommen, sollen ungeacht der außred, da man fürgäbe, die Musulmanen heten schon ir gebett darinen gethonn, restituirt, und do dis alles nit stat haben, verfanncklich oder remediert sein wierdet.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#p.3"><gams:text>So weiß ich weidter nit zue zu sagen, das hinfüro mehr ain present komen, sonnder ir Mt. etc. würde, sich zubeschizen unnd zuretten auch andere mitl an die handt nemen, mit derselben sich fürsehen und gefasst machen. So wier nun auch dem innhalltt euer Mt. etc. vatters und irer selbst jüngsten schreiben so vil vernomen, das mmmm dem alltenn gewondlihen gebrauch nach, die gemeine freundtschafft zwischen uns steiff unnd vesst beharrenn und nichts widerwärtigs erwaxen soll, da ist hierüber seiner hochait khayserlicher brief geschriben worden. Weill uns aber auch euer Mr. etc. in ieren schreiben erynndert, das wier allen euer Mt. etc. potschafft fürbringen und reden glauben geben, so sein aber solliche euer Mt. etc. potschafft wordt nit werdt gewesen, das sy vor dem glückhseligen ksl. tron seiner hocheit fürbracht worden sein sollen. Alle dieselben ir der potschafft reden unnd andtwortten, die sy erzellt und erkhlärt hat, sein unzeidtige, unwierdige, ausser aller neuerung und unbesunnene wordt gewesen. Sollihe und dergleihen ungerüembte reden, über das sy den gemeinen friden, gueten rueh unnd sicherheit ungleichformig und unändlich, so sein sy auch nit dienstlich zu gubernierung des reichs noch fürder samb zu der armen untherthanen ruehigen fridlichen wesen. Dis alles nun hatt euer Mt. etc. vatter biß in sein unnd gar woll betraht, welliher sein gewondlich present weidter nit aufzogen, sondern hergeschickt, auch sonst, ehe er verschiden, seine lesste sachen woll führgesehen und geordnet hat. Gott sey gelobt, das ausser dem maht, sterckh, glantz unnd hocheit des glückhseligen kaysers, so die vier thaill der wellt besizt, auch seine kriegs hör, die an allen enden herumb umb die gränizen seines reichs so unzellich sein wie die stern, und in was grad allein sein sighafftes hör an der selben granizen, so gleich wie auf ainem gezaid seine feind von sich jagt, ist, das weiß man woll, da mans auch immer demselbigen ainigen hör zueließ, erkennen euer Mt. etc. in was standt und wesen das reich, herschafft, unnderthanen, inwohner, dörffer und gegenden geratten wurden.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#p.4"><gams:text>Die könig des lanndts Polln sein biß hehr unsers glückhseligen kaysers grossen und geehrten vattern anherrn unnd vorfordern untherworffen und untherthan gewest, haben mit inen freundtschafft gehabt und iere leuth niemalls gemanglt, mit ieren presenten an die glückhselig Porten ab und zue zuziehen, noch sollihe brief her zuschikhen, die nit der laudtern gueten freundtschafft gleichformig gewest wären, und haben allso beed theill, ir aufrichtige zuenaigunng und freundtlickheit gegen anainnder erzeigt. Derwegen dann, weill durch den willen gottes der könig in Polln gestorben unnd khein sohn oder brueder, der an sein stat zum königreich teuglich gewest wehre, hinder sein verlassen, da haben die elltisten und fürnemisten herrn des königreichs ire schreiben an die glückhselig Porten geschickt, bittend, ersuchend, hoffend und also sagend, das das königreich unnd herschafft unnder dem schutz seiner hochait, in rueh bestehe. Wen nun sein hochait, nach dero ksl. willen unnd gefellen zum könig bestätten wierdet, an- und mit demselben wellen wir all zufriden unnd benüegt, auch unther der glückhseligen Porten schutz unnd protection sein. Wir warten nunn allein auf seiner hocheit ksl. bevelh, weill sy im dann also gethan, und der gegenwertig fürgenommen und erwöllt könig in Polln, Bäthory Steffan, so zuvor weyda in Sibenbürgen gewest, sein dienstbarkheit und wahre threue gegen diser seiner hocheib erhabten Porten alzeit erzeigt, er auch ainer auß den geehrten beegen und ainn mit den ksl. sansiakh fahnen unnder seines gleichenn erkhorner unnd auserwölltter sclaf seiner hochait ist, haben sy zue mit seiner hochait gueten willen, nachdem die völckher desselben königreichs ire abgesanndte zu im geschickht, unnd in einhelligklich guet willig ins konigreich angenomen, von diser annemung wegen zum könig aein gesetzt.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#p.5"><gams:text>So dann nun erventes königreich Polln alß auch das landt Sibenbürgen eben in der acht und seiner hochait zuegehörig wie die andern ire reich ist, will sy in kheinenn wees zuelassen das in dem selben von frembden orten, wider iren ksl. bevelh, nur ein handt praidt erdtreichs molestiert unnd angefochten werde, es ist auch in der warheit, das eß geschehe, nit erlich. Das schloß Hüsst hat von allters her zu Siwenbürgen gehört. Erstlich wie es der weyda in Siwenbürgen guberniert, ist es in handen des verfluechten Beckheschen gewesen, alls aber sein verrätterey und ungehorsamb an tag kommen, ist auch recht unnd erlich gewest, das mans von seinen handen widergenommen hat, dan die bösheit, übllkhait unnd schalckheit, die ehr hievor beganngen hat, war dem gemainen frid und gueten rueh auch gar zu wider. Damit aber durch die boßhait und schallckheit aines sollihes znichtigen menschen, der gemaine friden nit geschwecht wurde, hat man sein boßheit etwas verdeckt und dissimuliert, und gehörrt das schloß auf drey teill, ein theill dem Hagimaschy Cristoff, der ander dem Oulandoraruch, und der dritte thaill war in handen des heillosen Bekheschen, wellicher alls er auf euer Mt. etc. seidten entwihen und euer Mt. etc. in nit gestrafft haben, ist er ursach gewest, das das gschloß eingenomen ist worden, deren ursachen aber der anndern euer Mt. etc. schlösser verlurst entschpringt der anfang nurr von euer Mt. etc. her, dan wan man von euer Mt. etc. seidten wider den frids anstandt nichts anfienge oder fürnämme, so würd von disem thaill der gleichen auch nichts beschehen. Die dörffer so hieheer khein tribut niemalls geben, sein nichts molestiert worden, aber die dörffer, gegendten, und stätt, so von allters herr auf disem theill iren tributh zallt haben, die sein ya in dem ksl. brief unsers glückhseligen kaisers geschriben und specificiert, das aller massen sy den tribut hievor zugeben phlegt, sy denselben noch allso reichen sollen. Es glaubt auch sein hochait nicht den falschen berichten, worten und verhetzungen, weder des weyda in Sübenbürgen noch ander. Die castell, so die musulmanischen soldaten mit ihrer khrafft erobert, wölliche castell numehr in das gebiedt seiner hocheit gehörn, zu sagen, das mans euer Mt. etc. wider soll geben, das wär ain sach gar auß der weiß one reverenz, dann die schlösser, so biß heer in die hennd der Musulmanen geratten und von inen beherscht werden, wider zukheren, das würde nit einem ksl. gubernament und seiner hochait reputation gleich formig, noh dem eifer und statuten eines kaisers gezimblich sein. Demnah wan euer ks. Mt. etc. unnser freundtlicher prief zu hannden gelanngt, wellen euer Mt. etc. auf die ding gedenckhen und woll betrahten, welliche die weiß und gubernierung des ganzen regiments, auch die rueh und siherhait der unntherthanen antreffen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#p.6"><gams:text>Auf euer Mt. etc. begern, so sy den frid unnd guete rueh von dem glückhseligen kaiser, Gott erhallt im sein sig, zuerlangen gethan, hatt er euer Mt. etc. sein ksl. haubt confirmations brief geben, denselben sollen nun Mt. etc. hallten, unnd von nun hinfüran, wie es sich aignet, euer Mt. etc. granizen unnd graniz heubter woll im zaum hallten, verhieten, bewahren, und den ermelltten verfluchten Bekhesch, weill ehr ain mall dem frids anstanndt zuwider, sich auf euer Mt. etc. thäill begeben, hinfüro nit mehr gegen unserm gebiedt komen oder ziehen lassn, die verehrung die hievor in zeit euer Mt. etc. vatters nit geschickt worden, sonnder außen blliben, weill nun ir zeitt schon fürrüber, verner nit auf halltten, den schlössern, vessten und herschafften, so dem ksl. gebiedt seiner hochait zuegefüegt unnd gehörig sein, wider den fridlichen anstandt, verdruß oder überlasst zu zufiegen, kainen menschen von euer Mt. etc. taill nitt gestatten, sonder das fondament des fridens gueter rueh unnd gemainer sicherhait halltten, einihe widerwertickheit nit zuegeben, so wird nitt weniger sein hochait des glückseligen khaisers, zuefluchtt der wellt, ainihe frids trennung, die von seinem thaill thaill erwaxe oder erstehe, auch nit zue lassen. Betreffend die gränizen beegen, uber die geekhlagt worden, das sy, den frid zue wider, an den granizen euer Mt. etc. landt unnd gebiedt angriffen und geschedigt haben, diselben sein ab gesetzt, und inen andere sansiackhat gegeben. Ob auch schon etliche bevolhen worden, das sy euer Mt. etc. gebiedt nit belesstigen noch schedigen sollen wie dem allem, so ist ain ksl. bevelh außgangen, das auch dieselben sollen gestrafft werden. Ob es dem höchsten Gott gefellt, so soll vonn disem thaill nimmer ichtens, so den fridlichen anstanndt verrwierren möcht, sich zue tragen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text><qhod:Text rdf:about="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2#p.7"><gams:text>Euer Mt. etc. woll auch deßgleichen das fundament des frids unnd gueter rueh ehren, hallten, und nit zue sehen, das man etwas denselben zu wider thue. Es bedennckh euer Mt. etc. das der nutz diser sachen nuer euer Mt. etc. theill widerfert, unnd in disem gebenedeiten jar, den lessten tag des monats Schäban, sein etlich personen in ainer barca auf der Tonau on ain ort zwo meill von Ofen gefarn, da haben sy die üblthätter von euer Mt. etc. granizen wider den frid unnd sicherheit angefallen, und die selben Musolmanen ain thaill gefangen, ain thaill todt geschlagen, auch alles was sy gehabtt haben, plindert und verwüesst. Derwegen so wellen eure Mt. etc. die ienigen, so dem frid und gueten rueh zu wider gefangen sein worden, widerumb vonn denen, so sy haben, ledig mahen, alle ir sachen so inen genomen worden, völligklich zusamben bringen lassen, und sy dem Mustafa Vezier Bassa von Ofen zueschicken, damit ehr dieselben sachen denen, so sie zuegehenn komen, wider umb zuestellen. Die aber, so sollihes gestallt wider den frid unnd sicherheit in dem ksl. gebiedt ubls unnd muetwillen geüebt, wellen euer Mt. etc., wie sich gebürrt, straffen lassen, auf das sich darnach keiner unnderschtehe, weidter etwas dem gemeinen friden unnd guetem rueh widerwärtigs füerzunemen unnd zuvollbringen.</gams:text><qhod:isPartOf rdf:resource="https://gams.uni-graz.at/o:graviz.smp.l.15770120.2" /></qhod:Text></rdf:RDF>